Umfangreiche FAQ zum Thema Payroll für Freelancer und Auftraggeber
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  • Sozialabzüge
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  • 1. Darf ich als Selbstständiger mehrere Aufträge auf einmal annehmen und abrechnen lassen?
     

    Ja, sofern Sie die Höchstarbeitszeit pro Woche/Monat einhalten.

  • 2. Kann ich Zusatzvereinbarungen, Geheimhaltungen etc. mit meinem Auftraggeber vereinbaren?
     

    Ja, Sie dürfen Zusatzvereinbarungen, Geheimhaltungen, mit Ihrem Auftraggeber vereinbaren. Jedoch übernimmt die Payroll Plus AG keine Haftung für die Richtigkeit und den Inhalt dieser Vereinbarungen.

  • 3. Welche Kündigungsfristen gelten bei unbefristeten Aufträgen?
     

    Massgebend ist für Payroll Plus AG das Arbeitsvermittlungsgesetz (AVG). Da gelten folgende Kündigungsfristen: zwei Arbeitstage während der ersten drei Monate, sieben Tage vom vierten bis einschliesslich dem sechsten Monat und ein Monat ab dem siebten Monat. Längere Kündigungsfristen können auf Wunsch jederzeit vereinbart werden.

  • 4. Darf ich im Ausland wohnhaft sein, um den Service von Payroll Plus AG zu nutzen?
     

    Ja, Sie dürfen auch in einem anderen Land wohnhaft sein, sofern Ihr Auftraggeber in der Schweiz ist und Sie die Tätigkeit aus der Schweiz ausführen (als Grenzgänger).

    PayrollPlus wird eine Grenzgängerbewiligung für Sie einholen für die Dauer Ihres Auftrags.

  • 5. Kann ich Pauschalbeträge über PayrollPlus abrechnen?
     

    Den Pauschalbetrag werden wir nach Absprache mit Ihnen in einen Stunden-, Tages-, oder Monatslohn umrechnen.

  • 6. Wie hoch ist die PayrollPlus Gebühr?
     

    Siehe Freelancer-Rechner: https://payrollplus.ch/freelancer/

    Siehe Unternehmens-Rechner https://payrollplus.ch/unternehmen/

     

  • 7. Wie funktioniert das Abrechnen über PayrollPlus?
     
  • 8. Kann Payroll Plus AG eine Rechnung in Fremdwährung ins Ausland senden?
     

    Ja, die Rechnung kann auch ins Ausland in verschiedenen Währungen ausgestellt werden. Die Rechnung wird ohne MwSt gestellt, sofern die Tätigkeit der Firma im Ausland zukam.

    Die Rechnungen können in einer Fremdwährung gestellt werden, die Löhne werden in Schweizerfranken bezahlt, da die Sozialabgaben in der Schweiz in CHF abzuführen sind.

    Die Fremdwährung wird zum Tageskurs bei Geldeingang auf der Bank umgerechnet, PayrollPlus hat keinen Einfluss auf den Umrechnungskurs.

    Sie können uns jederzeit für Fragen zur Rechnungsstellung kontaktieren.

  • 9. Vermitteln Sie auch Jobs/Aufträge?
     

    Nein, wir vermitteln keine Jobs oder Aufträge. Sobald Sie selber einen Job/Auftrag gefunden haben, rechnen wir für Sie rechtssicher mit Ihren Kunden ab.

  • 10. GAV Weiterbildungszuschläge und wer sie beantragen kann
     

    Wer dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Personalverleih untersteht, profitiert von subventionierter Weiterbildung. Temporärarbeitende erhalten bis zu CHF 4000 für Weiterbildung und bis zu  CHF 2000 für Lohnausfall.

    Sie sind dem Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih unterstellt, wenn Sie weniger wie CHF 12'350.- pro Monat oder weniger als CHF 75.75 pro Stunde verdienen.

    Mehr Informationen zu den Weiterbildungszuschlägen, finden Sie im Factsheet von Temptraining in unserem Downloadbereich:

    https://payrollplus.ch/wp-content/uploads/2015/08/Temptraining.pdf

     

  • 11. ALV Anspruch für Einzelunternehmen
     

    Für Einzelunternehmer in der Schweiz kann die fehlende soziale Absicherung schnell zu einem Problem mit ernsten Konsequenzen werden.

    Wie können Sie sich absichern? Stellen Sie einen Teil Ihrer Kundenrechnungen über PayrollPlus. Für diesen Teil sind Sie automatisch versichert (BVG, KTG, UVG) und haben Anspruch auf ALV. Sie entscheiden selbst, wie viel Ihres Umsatzes Sie über PayrollPlus einnehmen möchten.

    Abrechnung über PayrollPlus – Ihre Vorteil

    - AHV wird abgerechnet, ALV-Beiträge werden bezahlt; Sie können ALV  beantragen

    -BVG-versichert (wählbar Basic/ Kader) inkl. Witwen- und Waisenrente

    -Krankentaggeldversicherung ab dem 3. Tag zu 80% des durchschnittlichen Lohnes

    -Unfalltaggeldversicherung zu 80% des durchschnittlichen Lohnes

    -Mit Rechnungsstellung über PayollPlus könnte Ihr Umsatz MwSt-Frei unter CHF 100’000 Franken bleiben

    Wie funktioniert's? Hier mehr erfahren

  • 12. ALV Anspruch für AG/GmbH Besitzer
     

    Als Besitzer einer AG oder GmbH bezahlen Sie Beiträge in die ALV ein. Im Ernstfall – beispielsweise bei schlechter Auftragslage – haben Sie aber trotzdem keinen Anspruch auf entsprechende Leistungen. Erst, wenn die AG oder GmbH liquidiert oder verkauft ist, können Sie Arbeitslosenentschädigung beantragen.

    PayrollPlus hat eine Lösung für dieses Problem!

    Beziehen Sie Ihren Lohn über PayrollPlus anstatt über Ihre eigene Firma. Somit befinden Sie sich nicht in einer arbeitgeberähnlichen Stellung in Ihrer Firma und haben Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (ALV). Sie profitieren zudem von weiteren Vorteilen:

    —  Die AHV wird abgerechnet und ALV-Beiträge werden bezahlt. Sie können Arbeitslosenentschädigung beantragen

    —  Sie sind BVG-versichert (wählbar Basic/Kader) inklusive Witwen- und Waisenrente

    —  Sie erhalten Krankentaggeldversicherung ab dem 3. Tag zu 80% des durchschnittlichen Lohnes

    —  Sie erhalten Unfalltaggeldversicherung zu 80% des durchschnittlichen Lohnes

    Wie funktioniert's? Hier mehr erfahren

  • 1. Wie rechne ich einen Monatslohn in einen Stundenlohn um?
     

    Sie kennen nur den gewünschten Monatslohn und möchten dies auf einen Stundenlohn berechnen? Fragen Sie im Einsatzbetrieb nach der Tagesarbeitszeit, nach der Anzahl Ferien- und Feiertagen welche der Betrieb gewährt.

    Annahme :

    Tagesarbeitszeit 8h, 30 Ferientage, 9 Feiertage
    Bruttolohn pro Jahr CHF 66'950 inkl 13 Monatslohn

    365 Tage -104 Wochenenden -30 Ferientage -9 Feiertage= 222 Nettoarbeitstage
    222 Arbeitstage x 8h pro Tag = 1'776 Nettoarbeitszeit pro Jahr
    CHF 66'950 : 1'776 Stunden = CHF 37.69 Brutto-Stundenlohn

     

  • 2. Welchem GAV bin ich unterstellt?
     

    Grundsätzlich sind Sie bei einem Brutto-Stundenlohn von unter CHF 75.75 dem GAV Personalverleih unterstellt.

    Ist Ihr Einsatzbetrieb zusätzlich einem GAV unterstellt, werden die gesamtarbeitsvertraglichen Regelungen (Lohn- und Arbeitszeitbestimmungen) vom im Einsatzbetrieb geltenden GAV übernommen.

    Fragen Sie Ihren Einsatzbetrieb nach dem geltenden GAV.

  • 3. Wo finde ich meinen Mindestlohn?
     

    Der Mindestlohn ist branchenabhängig. Wieviel dieser beträgt, finden Sie unter www.tempdata.ch

  • 4. Kann ich Pauschalbeträge über PayrollPlus abrechnen?
     

    Den Pauschalbetrag werden wir nach Absprache mit Ihnen in einen Stunden-, Tages-, oder Monatslohn umrechnen.

  • 5. Ferienrückbehalt
     

    In den meisten Arbeitsverträgen im Stundenlohn/Tageslohn wird festgehalten, dass die Ferien mittels eines Zuschlags auf den laufenden Lohn ausbezahlt werden. Bei einem Ferienanspruch von vier Wochen im Jahr beträgt der Zuschlag normalerweise 8,33 Prozent, bei einem Anspruch auf fünf Wochen Ferien 10,63 Prozent. Was den meisten Arbeitgebern jedoch nicht bewusst ist, dass sie damit ein erhebliches Risiko eingehen. Dieses Risiko hat sich mit dem neuen Bundesgerichtsurteil 4A_72/2018 vom 6. August 2018 erheblich verschärft.

    http://www.nigon.ch/de/aktuell/2018/Risiko-Ferienlohn-Stolpersteine-bei-der-Ausbezahlung-der-Ferien-im-Stundenlohn.php

    Bundesgerichtsentscheid: 

    4A_72/2018 vom 6. August 2018

    Da die Durchsetzung des Verbots der Abgeltung mit dem laufenden Lohn bei unregelmässigen Beschäftigungen Schwierigkeiten bereiten kann, hat das Bundesgericht die Abgeltung des Ferienlohns mit dem laufenden Lohn zunächst in Abweichung vom Gesetzestext bei unregelmässiger Beschäftigung ausnahmsweise zugelassen, dies aber an drei Voraussetzungen geknüpft. Voraussetzung ist nämlich erstens, dass es sich um eine unregelmässige Beschäftigung ("une activité irrégulière") handelt. Zweitens, sofern ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt, dass der für die Ferien bestimmte Lohnanteil klar und ausdrücklich ("clairement et expressément") ausgeschieden wird. Drittens, dass auch in den einzelnen schriftlichen Lohnabrechnungen der für die Ferien bestimmte Lohnanteil in diesem Sinne ausgewiesen wird. Der blosse Hinweis, "Ferienlohn inbegriffen", genügt damit nicht. Erforderlich ist, dass der Ferienlohn durch Angabe eines bestimmten Betrags oder eines Prozentsatzes als solcher erscheint und zwar sowohl im Arbeitsvertrag als auch auf den einzelnen Lohnabrechnungen.

    PayrollPlus hält sich an den Bundesgerichtsbeschluss und führt pro Mitarbeiter ein Ferienkonto. 
    Das Guthaben für den Ferienrückbehalt wird dem Mitarbeiter beim Nachweis von Ferien auf dem Stundenrapport oder nach Einsatzende von PayrollPlus ausbezahlt. 

  • 1. Ist die Arbeitszeiterfassung obligatorisch?
     
  • 2. Wann wird ein Lohnzuschlag von 25% oder 50% fällig?
     

    25% Lohnzuschlag 

    Dieser wird fällig, wenn die Überstundenarbeit nicht durch Freizeit ausgeglichen wird und nichts anderes schriftlich verabredet oder durch Normalarbeitsvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag bestimmt wurde (vgl. Art. 321c Abs. 3). Wenn nichts geregelt ist, gilt das Grundprinzip der Auszahlung inkl. 25% Lohnzuschlag. Überstunden sind Stunden, welche über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus geleistet werden.

    Zuschläge bzw. Höchstarbeitszeiten für die geltenden GAV's können dem jeweiligen GAV entnommen werden. www.tempdata.ch

    Lohnzuschlag von wenigstens 25% wird ausserdem fällig, wenn die gesetzliche, wöchentliche Höchstarbeitszeit gemäss Art. 13 Abs. 1 des Arbeitsgesetzes (ArG) überschritten wird. Bei den über die Höchstarbeitszeit hinaus geleisteten Stunden handelt es sich um Überzeit. Wird Überzeitarbeit im Einverständnis mit dem einzelnen Arbeitnehmer innert eines angemessenen Zeitraums durch Freizeit von gleicher Dauer ausgeglichen, so ist kein Zuschlag auszurichten (Art. 13 Abs. 2 ArG).

    Dem Büropersonal sowie den technischen und andern Angestellten, mit Einschluss des Verkaufspersonals in Grossbetrieben des Detailhandels, ist jedoch nur für Überzeitarbeit, die 60 Stunden im Kalenderjahr übersteigt (Art. 13 Abs. 1 ArG), ein Lohnzuschlag von wenigstens 25% auszurichten.

    Somit kann bei PayrollPlus maximal 46.25h pro Woche ohne Zuschlag gearbeitet werden ( 52 Wochen pro Jahr - 4 Wochen Ferien = 48 Wochen / 60h : 48Wochen = 1.25h pro Woche, kann zuschlagsfrei gearbeitet werden. 

    Arbeitszeiten/Überzeiten gelten gemäss ArG Art. 9-13
    https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19640049/index.html#id-3

    50% Lohnzuschlag
    Wird an einem Sonn- oder Feiertag gearbeitet, wird automatisch ein Lohnzuschlag von 50% fällig. Die Zuschläge richten sich nach dem im Betrieb geltenden GAV oder nach dem Arbeitsgesetz.

    Ist Ihr Betrieb keinem GAV unterstellt, gilt für die Bewilligung von Sonntagsarbeit und auch Nachtarbeit das Arbeitsgesetz. Mehr dazu hier : FAQ Sonntags- und Nachtarbeit 

  • 3. Sonntagsarbeit/Nachtarbeit
     

    Nachtarbeit (ab 23 Uhr bis 6 Uhr morgens) und Sonntagsarbeit (ab Samstag 23 Uhr bis Sonntag 23 Uhr) sind grundsätzlich verboten.

    Nacht- und Sonntagsarbeit können bewilligt werden, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Für gewisse Kategorien von Arbeitnehmenden und Betrieben sind Sonderbestimmungen anwendbar, die Nacht- und Sonntagsarbeit ohne vorgängige Bewilligung erlauben (siehe Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz).

    Im Allgemeinen darf der Arbeitnehmer ohne seine ausdrückliche Zustimmung am Sonntag und in der Nacht nicht zur Arbeit aufgeboten werden.

    Nacht- und Sonntagsarbeit kann in einem GAV individuell geregelt sein.

    Weitere Infos zur Sonntags- und Nachtarbeit: https://www.ch.ch/de/sonntags-und-nachtarbeit/

     

  • 4. Arbeitszeit/Überstunden/Überzeit
     

    Überstunden:
    Bei einer Überschreitung der vertraglich festgelegten Normalarbeitszeit bis zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit (je nach Branche 45 bis 50 Stunden) spricht man von Überstunden.

    Überzeit :
    Von Überzeit wird dann gesprochen, wenn die wöchentliche gesetzliche Höchstarbeitszeit (je nach Branche 45 bis 50 Stunden) überschritten wird.


    Arbeitsgesetz:
    Die wöchentliche Höchstarbeitszeit beträgt: 45 Stunden für Arbeitnehmer in industriellen Betrieben sowie für Büropersonal, technische und andere Angestellte, mit Einschluss des Verkaufspersonals in Grossbetrieben des Detailhandels.
    50 Stunden für alle übrigen Arbeitnehmer.
    Die maximale Tagesarbeitszeit beträgt 13h sofern die Ruhezeit von 11 aufeinanderfolgende Stunden, eingehalten wird.

    Lohnzuschläge gemäss Arbeitsgesetz: 

    Der Arbeitgeber hat den Arbeitnehmern für die Überzeitarbeit einen Lohnzuschlag von wenigstens 25 Prozent auszurichten, dem Büropersonal sowie den technischen und andern Angestellten, mit Einschluss des Verkaufspersonals in Grossbetrieben des Detailhandels, jedoch nur für Überzeitarbeit, die 60 Stunden im Kalenderjahr übersteigt.

    Somit kann bei PayrollPlus maximal 46.25h pro Woche ohne Zuschlag gearbeitet werden ( 52 Wochen pro Jahr - 4 Wochen Ferien = 48 Wochen / 60h : 48Wochen = 1.25h pro Woche, kann zuschlagsfrei gearbeitet werden. 

    Arbeitszeiten/Überzeiten gelten gemäss ArG Art. 9-13
    https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19640049/index.html#id-3

  • 1. Wie bin ich versichert?
     

    Bei der CSS Versicherung sind Sie gegen Krankheit und bei der Suva Linth sind Sie gegen Betriebsunfälle bzw. Nichtbetriebsunfälle versichert. Die Versicherungsleistung beträgt 80% Ihres durchschnittlichen Verdienstes bei einer Leistungsdauer von 03 bis 720 Tage bei Krankheit und von 04 bis 720 Tage bei Unfall. BVG-Beiträge werden bei der PK Pro in Schwyz abgerechnet, weitere Details entnehmen Sie aus dem BVG Leistungsblatt. Sozialleistungsbeiträge wie AHV, IV, EO und ALV werden wie gesetzlich vorgeschrieben, abgerechnet.

  • 2. AHV-Freibetrag 2300.- pro Jahr
     

    Grundsätzlich sind von jeder Lohnzahlung AHV/IV/EO- und ALV-Beiträge abzuziehen. Das gilt uneingeschränkt für Personen, die

    • in einem Privathaushalt (beitragsfrei bleiben aber Löhne bis zu 750 Franken pro Jahr und Arbeitgeber an Jugendliche bis 25 Jahre; siehe Ziffer 6) oder
    • von Tanz- und Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovi- sionsproduzenten, Radio und Fernsehen, sowie von Schulen im künst- lerischen Bereich entlöhnt werden. Ausserhalb dieser Branchen müssen keine Beiträge erhoben werden, wenn
    • der Lohn 2 300 Franken pro Jahr nicht übersteigt, und
    • die oder der Arbeitnehmende die Beitragsentrichtung nicht verlangt.

    Infoblatt der AHV: https://www.ahv-iv.ch/p/2.04.d

    Übersteigt Ihre Rechnung an den Kunden die 2300.- nicht, können Sie eine AHV-Verzichterklärung ausfüllen und Ihr Kunde darf Ihnen diesen Betrag ohne Probleme auszahlen auch wenn Sie keine eigene Rechtsform besitzen.

    Zum Formular: https://www.payrollplus.ch/wp-content/uploads/2019/04/Verzichtserklaerung_AHV_Nebenerwerb.pdf

  • 3. Krankenversicherungspflicht für Grenzgänger, welche in der Schweiz arbeiten.
     

    KRANKENVERSICHERUNG FÜR ANGEHÖRIGE VON EU-/EFTA-STAATEN, DIE DORT WOHNEN UND ALS GRENZGÄNGER/IN IN DER SCHWEIZ ARBEITEN, BZW. RENTNER/IN ODER ARBEITSLOSE, DIE ZUVOR IN DER SCHWEIZ GEARBEITET HABEN

    Quelle: AHV/IV Merkblatt 10.2 – Darstellung gebo Sozialversicherungen

    Wahlrecht Wohnsitzstaat oder CH
    Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal (2), Spanien (2)

    Keine Versicherung in CH
    Liechtenstein

    Versicherung fix in CH
    Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Island, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal (1), Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien (3), Tschechien, Ungarn und Zypern

    (1) nur für Grenzgänger/innen und Arbeitslose, Rentner/in fix in CH
    (2) nur Rentner/in;
    (3) ausser Rentner/in

    http://www.gebo.ch/sozialversicherungen-grenzuberschreitend/

     

  • 4. Kreditversicherung/Debitorenausfall
     

    PayrollPlus versichert Kunden auf Wunsch des Freelancers oder bei garantierten Personalverleih Vertragsverhältnissen immer gegen Debitorenausfall.

    Diese Versicherung beträgt 1% des Bruttolohnes und wird in die Arbeitgebersozialleistungen eingerechnet. Dabei handelt es sich rein um die Kosten für die Versicherung und nicht um PayrollPlus Kosten.

    Wird die Kreditversicherung abgeschlossen, erhalten die Freelancer den Lohn innert 2 Arbeitstagen nach Einreichung eines gültigen Rapports (Stempel und Unterschrift des Einsatzbetriebs sind zwingend).

  • 5. Abredeversicherung SUVA Unfall
     

    https://www.suva.ch/de-ch/versicherung/versicherung/abredeversicherung

    Hier können Sie eine Abredeversicherung nach Ende Ihres Einsatzes über PayrollPlus abschliessen

  • 6. Kann ich Freiwillig der AHV beitreten wenn ich ins Ausland ziehe?
     
  • 1. Gibt es ein BVG-Überobligatorium (Kadervertrag)
     
    Ja, wir können ein BVG-Überobligatorium anbieten. Das Merkblatt mit allen relevanten Punkten für unsere Kaderpolice finden Sie auf folgendem Link: https://payrollplus.ch/wp-content/uploads/2015/08/BVG-Kader.pdf
  • 2. Ab wann muss ich BVG/PK bezahlen?
     

    Sofern Sie die folgenden Aufnahmepflichten gemäss GAV Personalverleih erfüllen:

    • Unbefristeter Einsatz oder
    • Befristeter Einsatz länger als 13 Wochen oder
    • Sie haben unterhaltspflichtige Kinder
  • 3. Pensionskassenguthaben übertragen zur Pensionskasse Pro bei PayrollPlus
     

    Sie können jederzeit Ihr Pensionkassenguthaben vom alten Arbeitgeber oder der Auffangeinrichtung zur Pensionkasse Pro transferieren.

    Bitte beachten Sie, dass wir die Pensionkassenanmeldung jeweils im Folgemonat Ihres Eintritts vornehmen. Sollten Sie das Guthaben bereits transferiert haben bevor die Anmeldung von uns erfolgte, wird das Geld für Sie bei der Pensionkasse Pro parkiert und dann nach Anmeldung Ihrem Profil zugeordnet.

    Fragen Sie bei uns an damit wir Ihnen das Übertragsformular zustellen können: info@payrollplus.ch

    Bei Fragen zur Pensionskasse, können Sie sich direkt an die Pensionkasse Pro wenden oder auch das Pensionskassenreglement konsultieren.

    PK Pro
    058 442 26 00

     

  • 4. Frühpensionierung - Muss ich weiterhin AHV, BVG Beiträge bezahlen?
     

    In der beruflichen Vorsorge fällt ab dem Zeitpunkt Ihrer Pensionierung die Beitragspflicht weg. Hingegen müssen die AHV-Beiträge auch von Nichterwerbstätigen bis zum gesetzlichen Pensionierungsalter entrichtet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Altersrente vorbezogen wurde oder nicht. Um auf den Abzug von BVG verzichten zu können, muss PayrollPlus eine Bestätigung Ihrer Frühpensionierung vorliegen.

    http://www.pensionskassenvergleich.ch/pkvergleich/pk-vergleich-2016/fruehpensionierung/index.html

  • 5. Einkauf Pensionskasse / Wohneigentumsförderung
     

    Sie können ein Einkauf bei der PK Pro jederzeit vornehmen bzw. prüfen lassen. Verwenden Sie dazu das folgende Formular:

    Antrag Einkauf PK

    Infoblatt Einkauf Beitragsjahre

    Wohneigentumsförderung

  • 6. BVG Basis oder BVG Kader (Pensionskasse)
     

    BVG Basis

    Maximaler Stundenlohn: CHF 38.65
    Maximal versicherbarer Lohn pro Stunde: CHF 27.40
    Koordinationsabzug pro Stunde: CHF 11.25

    Maximaler Jahreslohn CHF 84'600.-
    Maximaler versicherbarer Jahreslohn: CHF 59'925.-
    Koordinationsabzug pro Jahr: CHF 24'675.-

    Weitere Informationen: https://payrollplus.ch/wp-content/uploads/2015/08/Factsheet_BVG_Basis_2018.pdf


    BVG Kader

    Maximaler Stundenlohn: CHF 386.65
    Maximal versicherbarer Stundenlohn : CHF 386.65
    kein Koordinationsabzug

    Maximaler Jahreslohn CHF 845'603.55

    Weitere Informationen: https://payrollplus.ch/wp-content/uploads/2015/08/Factsheet_BVG_Kader_2018.pdf

    Berechnungsbeispiele finden Sie unter der FAQ Frage Nummer 34


    Der Freelancer kann zwischen diesen zwei Lösungen wählen, er kann nicht selbst eine Pensionskasse suchen

  • 1. AHV-Freibetrag 2300.- pro Jahr
     

    Grundsätzlich sind von jeder Lohnzahlung AHV/IV/EO- und ALV-Beiträge abzuziehen. Das gilt uneingeschränkt für Personen, die

    • in einem Privathaushalt (beitragsfrei bleiben aber Löhne bis zu 750 Franken pro Jahr und Arbeitgeber an Jugendliche bis 25 Jahre; siehe Ziffer 6) oder
    • von Tanz- und Theaterproduzenten, Orchestern, Phono- und Audiovi- sionsproduzenten, Radio und Fernsehen, sowie von Schulen im künst- lerischen Bereich entlöhnt werden. Ausserhalb dieser Branchen müssen keine Beiträge erhoben werden, wenn
    • der Lohn 2 300 Franken pro Jahr nicht übersteigt, und
    • die oder der Arbeitnehmende die Beitragsentrichtung nicht verlangt.

    Infoblatt der AHV: https://www.ahv-iv.ch/p/2.04.d

    Übersteigt Ihre Rechnung an den Kunden die 2300.- nicht, können Sie eine AHV-Verzichterklärung ausfüllen und Ihr Kunde darf Ihnen diesen Betrag ohne Probleme auszahlen auch wenn Sie keine eigene Rechtsform besitzen.

    Zum Formular: https://www.payrollplus.ch/wp-content/uploads/2019/04/Verzichtserklaerung_AHV_Nebenerwerb.pdf

  • 2. Ferienrückbehalt
     

    In den meisten Arbeitsverträgen im Stundenlohn/Tageslohn wird festgehalten, dass die Ferien mittels eines Zuschlags auf den laufenden Lohn ausbezahlt werden. Bei einem Ferienanspruch von vier Wochen im Jahr beträgt der Zuschlag normalerweise 8,33 Prozent, bei einem Anspruch auf fünf Wochen Ferien 10,63 Prozent. Was den meisten Arbeitgebern jedoch nicht bewusst ist, dass sie damit ein erhebliches Risiko eingehen. Dieses Risiko hat sich mit dem neuen Bundesgerichtsurteil 4A_72/2018 vom 6. August 2018 erheblich verschärft.

    http://www.nigon.ch/de/aktuell/2018/Risiko-Ferienlohn-Stolpersteine-bei-der-Ausbezahlung-der-Ferien-im-Stundenlohn.php

    Bundesgerichtsentscheid: 

    4A_72/2018 vom 6. August 2018

    Da die Durchsetzung des Verbots der Abgeltung mit dem laufenden Lohn bei unregelmässigen Beschäftigungen Schwierigkeiten bereiten kann, hat das Bundesgericht die Abgeltung des Ferienlohns mit dem laufenden Lohn zunächst in Abweichung vom Gesetzestext bei unregelmässiger Beschäftigung ausnahmsweise zugelassen, dies aber an drei Voraussetzungen geknüpft. Voraussetzung ist nämlich erstens, dass es sich um eine unregelmässige Beschäftigung ("une activité irrégulière") handelt. Zweitens, sofern ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt, dass der für die Ferien bestimmte Lohnanteil klar und ausdrücklich ("clairement et expressément") ausgeschieden wird. Drittens, dass auch in den einzelnen schriftlichen Lohnabrechnungen der für die Ferien bestimmte Lohnanteil in diesem Sinne ausgewiesen wird. Der blosse Hinweis, "Ferienlohn inbegriffen", genügt damit nicht. Erforderlich ist, dass der Ferienlohn durch Angabe eines bestimmten Betrags oder eines Prozentsatzes als solcher erscheint und zwar sowohl im Arbeitsvertrag als auch auf den einzelnen Lohnabrechnungen.

    PayrollPlus hält sich an den Bundesgerichtsbeschluss und führt pro Mitarbeiter ein Ferienkonto. 
    Das Guthaben für den Ferienrückbehalt wird dem Mitarbeiter beim Nachweis von Ferien auf dem Stundenrapport oder nach Einsatzende von PayrollPlus ausbezahlt. 

  • 3. Welche Sozialabzüge werden von PayrollPlus getätigt?
     

    PayrollPlus tätigt die Arbeitgeber- sowie Arbeitnehmersozialabzüge gemäss geltendem Recht. Die Sozialabzüge sind gesetzlich am Bruttolohn zu bemessen. Die Aufstellung von den Sozialabzügen in der Schweiz finden Sie auf www.seco.admin.ch

    Arbeitgeberabzüge:

    • 5.125 % AHV (1. Säule, Alters- und Hinterbliebenen Versicherung)
    • 1.10 % ALV (Arbeitslosenversicherung)
    • 0.30 % AHV Verwaltungskosten (Verrechnet die AHV für Ihre Aufwände zur Abrechnungin jedem Kanton, dies ist gesetzlich geregelt)
    • 1.40% FAK (Familienausgleichskasse muss gesetzlich von allen Arbeitgebern bezahlt werden)
    • 1.855% KTG (Krankentaggeldversicherung ab dem 4.Tag oder gemäss GAV)
    • SUVA Berufsunfallversicherung gemäss Kategorie (Büro 0.22%, Handwerk 6.22%, Industrie- & Dienstleistungsberufe 1.22%)
    • 1-5% Arbeitgebernebenkosten (Gesetzliche Absenzen etc. je nach Vertrag)

    Arbeitnehmerabzüge

    • 5.125 % AHV (1. Säule, Alters- und Hinterbliebenen Versicherung)
    • 1.10 % ALV (Arbeitslosenversicherung)
    • 1.6% KTG (Krankentaggeldversicherung ab dem 4.Tag oder gemäss GAV)
    • SUVA Nicht-Berufsunfallversicherung gemäss Kategorie (Büro 0.81%, Handwerk 2.06%, Industrieberufe 1.46% , Dienstleistungsberufe 1.86%)
  • 4. Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung (ALV) bei AG, GmbH und Einzelunternehmen
     

    Wer würde eine Versicherung abschliessen, wenn schon bei Vertragsabschluss bekannt ist, dass die Versicherungsgesellschaft nie eine Versicherungsleistung erbringen wird?

    Bei der Arbeitslosenversicherung (ALV) ist das der Fall. Wer als Unternehmer angestellt ist und eine Gesellschaftsbeteiligung besitzt, muss der ALV – wie jeder Angestellte auch – Versicherungsprämien bezahlen, wird aber gleichzeitig von Versicherungsleistungen der ALV ausgeschlossen. Ebenfalls ausgeschlossen werden Personen in Geschäftsleitungsfunktionen oder mitarbeitende Familienangehörige. Schätzungsweise 200000 Personen sind in der ganzen Schweiz von der Problematik betroffen. Sie zahlen jährlich rund 0.5 Milliarden Franken Versicherungsprämien ein, ohne dass sie sich auf den Schutz der ALV verlassen können. François Cochard weiss durch seine Tätigkeit als Wachstumsspezialist für KMU, dass vielen Betroffenen dies nicht einmal bekannt ist.

    Quelle: http://www.fairnessfuerkmus.ch/fileadmin/user_upload/pdf/Zuercher_KMU_-_Fairness_fuer_KMUs.pdf

    Mit PayrollPlus bleibt Ihr Anspruch auf ALV bestehen, profitieren von unseren Kollektivversicherungen (KTG,UVG,BVG) und erhalten Ihren Lohn ausbezahlt.

    Geniessen Sie die Freiheiten eines Selbständigen und profitieren von den Sicherheiten eines Mitarbeiters. Jetzt informieren unter www.payrollplus.ch oder rufen Sie uns für ein unverbindliches Beratungsgespräch an. 055 416 50 50


    Aufgabe der arbeitgeberähnlichen Stellung als Voraussetzungen für eine allfällige An-spruchsberechtigung

    Unter Berücksichtigung der erwähnten Rechtsprechung ist es notwendig, dass die arbeitgeber- ähnliche Stellung im Betrieb und die damit verbundene Dispositionsfreiheit aufgegeben werden, damit die weiteren Anspruchsvoraussetzungen zum Bezug von Arbeitslosenentschädigung nach Art. 8 AVIG geprüft werden können.

    Dies kann in folgenden Schritten geschehen:

    AG:

    1. Der Sitz im Verwaltungsrat und/oder eine andere arbeitgeberähnliche Position (z.B. Direktor) muss aufgegeben werden => Kopie der Austrittserklärung aus dem Verwaltungsrat bzw. eine Kopie des Demissionsschreibens.
    2. Falls massgeblich am Aktienkapital beteiligt, muss diese Beteiligung ganz an einen Dritten veräussert oder zumindest massiv reduziert werden.

    GmbH:

    1. Austritt aus der Firma als geschäftsführender Gesellschafter (=> Kopie der Öffentlichen Beur- kundung) oder zumindest Rücktritt als Geschäftsführer (=> Kopie des Demissionsschreibens) und Löschung der Unterschriftsberechtigung.
    2. Falls massgeblich am Stammkapital beteiligt, muss diese Beteiligung ganz an einen Dritten veräussert oder zumindest massiv reduziert werden.

    Für den Fall, dass die Liquidation der Firma beschlossen wird, gilt es Folgendes zu beachten: Hat die versicherte Person trotz Liquidationsbeschluss weiterhin ihre arbeitgeberähnliche Stel- lung (und allenfalls sogar noch die Funktion als LiquidatorIn) inne, ist der Anspruch auf Arbeitslo- senentschädigung bis zur Löschung der Firma im Handelsregister abzulehnen.

    Mit dem Konkurs eines Betriebes geht grundsätzlich die Beendigung der arbeitgeberähnlichen Stellung einher. Wird der Konkurs jedoch mangels Aktiven eingestellt, dauert der Zustand der Liquidation an. Hat die versicherte Person nach Konkurseinstellung mangels Aktiven ihre arbeit- geberähnliche Stellung (und allenfalls zusätzlich die Funktion als LiquidatorIn) beibehalten, ist der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ebenfalls bis zur Löschung der Firma im Handelsregis- ter abzulehnen.

    Eine Überschuldung des Betriebes, die Gewährung einer Nachlassstundung oder eine vorüber- gehende Betriebseinstellung/Betriebsstillegung ist nicht geeignet, ein definitives Ausscheiden der arbeitgeberähnlichen Person zu belegen. Da die Nachlassstundung nicht zwingend zu einer Auf- lösung einer Gesellschaft führt, bleibt bis zum Abschluss des Nachlasstundungsverfahrens offen, ob ein Betrieb definitiv geschlossen wird. Anders als beim Konkurs bleibt es dem Schuldner oder der Schuldnerin überdies möglich, den Betrieb weiterzuführen.

    Damit die übrigen Anspruchsvoraussetzungen geprüft werden, muss die versicherte Person der Kasse mitteilen, ob sie definitiv aus der Firma ausscheiden wird.

    Weil mitarbeitende Ehegatten von Personen mit arbeitgeberähnlicher Stellung ebenfalls keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben, ist darauf hinzuweisen, dass die Entschei- dungsbefugnisse bzw. finanzielle Verhältnisse an einen Dritten und nicht an den Ehepartner ü- bertragen werden. Dasselbe gilt auch für gleichgeschlechtliche Partner in eingetragener Partner- schaft.

    Wichtig ist, dass sämtliche Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG erfüllt sein müssen, damit Taggeldleistungen ausgerichtet werden dürfen. Die Lohnzahlungen sind anhand von Bank- oder Postbelegen nachzuweisen, damit die Arbeitslosenkasse das Arbeitsverhältnis als Beitrags- zeit akzeptieren kann (vgl. SECO, Kreisschreiben über die Arbeitslosenentschädigung 01.2007, RZ B144 ff.; vgl. auch Urteil des EVG i.S. M., C 127/02). Mit der korrekten Abrechnung gegen- über der Ausgleichskasse alleine ist der effektive Lohnfluss noch nicht nachgewiesen.

    Quelle: https://wira.lu.ch/-/media/Wira/Dokumente/Abteilungen/Arbeitslosenkasse/info_arbeitnehmende_in_der_eigenen_ag_oder_gmbh.pdf?la=de-CH

  • 1. Was ist die Quellensteuer und wie hoch ist mein Quellensteuerabzug?
     
    Die Quellensteuer ist eine Steuer, welche nicht vom Steuerpflichtigen selbst entrichtet wird, sondern direkt vom Arbeitgebenden, vor der Auszahlung des geschuldeten Betrages in Abzug gebracht und dem Gemeinwesen abgeliefert wird.
    Die Quellensteuer wird je nach Kanton, Zivilstand, Konfession und Anzahl Kinder verschieden berechnet. Dazu erhält jeder Mitarbeiter einen Quellensteuertarif-Code
    Der Quellensteuertarif-Code setzt sich zusammen aus Tarif, Anzahl Kinder und Konfession.
    Tarifgruppen
    A - Tarif für alleinstehende Personen
    B - Tarif für verheiratete Alleinverdiener
    C - Tarif für verheiratete Doppelverdiener
    D - Tarif für Nebenerwerb
    Anzahl Kinder
    Es können maximal 9 berücksichtigt werden, die Anzahl Kinder wird nur berücksichtigt wenn auch Kinderzulagen von PayrollPlus entrichtet werden
    Kirchensteuer
    Y - Mit Kirchensteuer
    N - Ohne Kirchensteuer
    Beispiel: A0Y Alleinstehende Person ohne Kind mit Kirchensteuer
    Quellensteuerrechner von Comparis:
  • 2. Kann ich mein Home Office als Spesen abziehen?
     

    Unser vom Steueramt Kanton Schwyz genehmigtes Spesenreglement im Download Bereich gibt genau vor, welche Spesen bei PayrollPlus eingereicht werden können.

    Für alle anderen Fälle wie zum Beispiel der Abzug von Privaträumen als Home Office, sind vom Freelancer selbst bei seiner zuständigen Steuerverwaltung anzufragen und bei Genehmigung direkt in der Steuererklärung abzuziehen.

  • 3. Spesen
     

    Spesen müssen stets geschäftsmässig begründete Aufwendungen sein. Nur der Kunde kann jederzeit nachvollziehen, ob es sich um geschäftsmässig begründete Aufwendungen handelt. PayrollPlus kann bei einer allfälligen AHV/SUVA Kontrolle Spesen sehr schwer nachvollziehen.

    Deshalb empfehlen wir dem Freelancer dringend, die Spesen dem Kunden direkt in Rechnung zu stellen. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Freelancer selber (z.B. Hotel, Fluggesellschaft, Autovermietung etc.) dem Kunden direkt die Rechnung stellt.

    Abrechnung über den Kunden direkt

    Der Vorteil für den Freelancer liegt bei der Direktzahlung durch den Kunden darin, dass es sich nicht um Lohnbestandteil handelt, da der Kunde keinen Lohn ausbezahlt und somit auch keinen Lohnausweis ausstellen muss. Wenn PayrollPlus dem Freelancer den Lohn plus Spesen ausbezahlt, kann es sich immer um einen AHV-pflichtigen Lohnbestandteil handeln, und es erfolgt immer ein entsprechender Vermerk auf dem Lohnausweis (vgl. „Wegleitung zum Ausfüllen des Lohnausweises bzw. der Rentenbescheinigung“, Formular 11).

    Abrechnung durch PayrollPlus

    Falls der Kunde keine Direktzahlung an den Freelancer wünscht, und der Freelancer sich bewusst ist, dass ein Hinweis auf dem Lohnausweis erfolgt, kann er Spesen über uns geltend machen. Gemäss Spesenreglement, welches am 20. Juli 2017 durch die Kantonale Steuerverwaltung Schwyz genehmigt wurde, können 1. Effektive Spesen gemäss eingereichten Originalbelegen, 2. und/oder Pauschalspesen in der Höhe von 5% vom Bruttolohn, geltend gemacht werden. Zusammen mit den Originalbelegen benötigt PayrollPlus ein vom Freelancer unterschriebenes Schreiben mit dem folgenden Text: „Ich bestätige mit meiner Unterschrift, dass es sich vorliegend um geschäftsmässig begründete Aufwendungen handelt.“

    Sollte der Freelancer bei der Geltendmachung der Spesen betrügerische Absichten haben, so macht er sich strafbar. Er wird angehalten, das Spesenreglement auf unserer Homepage unter „Downloads“ einzusehen und zwingend einzuhalten. https://payrollplus.ch/wp-content/uploads/2015/08/Spesenreglement.pdf

    Vermerke auf dem Lohnausweis

    Effektive Spesen werden auf dem Lohnausweis unter Ziffer 13.1.1 mit einem Kreuz (X) vermerkt. Pauschalspesen werden unter Ziffer 13.2.1 betragsmässig ausgewiesen.

    Spesen in Fremdwährung

    Spesenbeträge in einer Fremdwährung müssen direkt vom Freelancer in Schweizer Franken umgerechnet werden. Wird die Rechnung bereits in Fremdwährung an den Kunden gestellt, erfolgt eine Umrechnung in Schweizer Franken nach Geldeingang bei PayrollPlus.

  • 1. Kann ich einzelne Aufträge abrechnen lassen und gleichzeitig beim RAV angemeldet bleiben?
     

    Ja, Sie können beim RAV im Zwischenverdienst angemeldet bleiben. Wir stellen Ihnen monatlich eine Bescheinigung über Zwischenverdienst aus. Diese wird jeweils automatisch am 5. jedes Monats versandt. Mit unserer Dienstleistung haben Sie weiterhin Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung.

  • 2. In welchen Branchen darf ich über Payroll Plus AG arbeiten?
     

    Sie dürfen in jeder beliebigen Branche tätig sein, um den Service von Payroll Plus AG zu nutzen. Ausnahme Sportler, Aupair und Praktikanten.

  • 3. Wer ist die Kontaktperson für meinen Auftraggeber?
     

    Sie bleiben für Ihren Auftraggeber die Kontaktperson. Payroll Plus AG übernimmt den bürokratischen Teil und Sie können sich voll und ganz auf Ihre Arbeit als Freelancer konzentrieren.

  • 4. Zwischenverdienst
     

    Angestellte welche im  Zwischenverdienst arbeiten, erhalten immer bis am 5. des Folgemonats den Zwischenverdienst.

    Sollten Sie mit Ihrem Kunde Fremdwährung vereinbart haben, dürfen wir ihnen das Zwischenverdienst-Formular erst ausstellen, nachdem wir Ihren Lohn ausbezahlt haben, da wir kein Währungsrisiko übernehmen und Ihr Lohn sich dem Kurs anpasst.

    Daher empfehlen wir, wer im Zwischenverdienst arbeitet, vereinbaren Sie mit Ihrem Kunde unbedingt CHF, dann erhalten Sie immer anfangs des Monates den Zwischenverdienst.

    Auf dem ZV Formular steht folgender Hinweis:

    Als Payroll Firma deklarieren wir die von der versicherten Person gemeldeten Arbeitsstunden und Löhne. Erfolgt auf Wunsch des Mitarbeiters eine effektive Auszahlung erst nach Eingang der entsprechenden Zahlungen des Kunden, können aus den selbstdeklarierten Arbeitsstunden bzw. Löhnen  keinerlei Rechtsansprüche der versicherten Person gegenüber dem Aussteller dieser Bescheinigung (PayrollPlus AG) geltend gemacht werden.

    Die versicherte Person hat uns bis zum heutigen Datum alle geleisteten Arbeitsstunden vom Vormonat gemeldet. Werden nachträglich noch Stunden für bereits abgerechnete Monate deklariert, so ist der Versicherte selber verantwortlich, diese zusätzlich der Arbeitslosenkasse zu melden, sonst macht sich der Versicherte strafbar.

    PayrollPlus AG lehnt jegliche Haftung für unvollständige Angaben und Informationen ab.

  • 5. Stellenmeldepflicht
     

    Der Bundesrat hat am 8. Dezember 2017 entschieden, wie das Gesetz zur Umsetzung des Verfassungsartikels zur Steuerung der Zuwanderung (Art. 121a BV) auf Verordnungsebene umgesetzt wird.
    Bitte finden Sie im Link alle relevanten Informationen zur Stellenmeldepflicht.

    https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/menue/unternehmen/stellenmeldepflicht.html

  • 6. Ferienrückbehalt
     

    In den meisten Arbeitsverträgen im Stundenlohn/Tageslohn wird festgehalten, dass die Ferien mittels eines Zuschlags auf den laufenden Lohn ausbezahlt werden. Bei einem Ferienanspruch von vier Wochen im Jahr beträgt der Zuschlag normalerweise 8,33 Prozent, bei einem Anspruch auf fünf Wochen Ferien 10,63 Prozent. Was den meisten Arbeitgebern jedoch nicht bewusst ist, dass sie damit ein erhebliches Risiko eingehen. Dieses Risiko hat sich mit dem neuen Bundesgerichtsurteil 4A_72/2018 vom 6. August 2018 erheblich verschärft.

    http://www.nigon.ch/de/aktuell/2018/Risiko-Ferienlohn-Stolpersteine-bei-der-Ausbezahlung-der-Ferien-im-Stundenlohn.php

    Bundesgerichtsentscheid: 

    4A_72/2018 vom 6. August 2018

    Da die Durchsetzung des Verbots der Abgeltung mit dem laufenden Lohn bei unregelmässigen Beschäftigungen Schwierigkeiten bereiten kann, hat das Bundesgericht die Abgeltung des Ferienlohns mit dem laufenden Lohn zunächst in Abweichung vom Gesetzestext bei unregelmässiger Beschäftigung ausnahmsweise zugelassen, dies aber an drei Voraussetzungen geknüpft. Voraussetzung ist nämlich erstens, dass es sich um eine unregelmässige Beschäftigung ("une activité irrégulière") handelt. Zweitens, sofern ein schriftlicher Arbeitsvertrag vorliegt, dass der für die Ferien bestimmte Lohnanteil klar und ausdrücklich ("clairement et expressément") ausgeschieden wird. Drittens, dass auch in den einzelnen schriftlichen Lohnabrechnungen der für die Ferien bestimmte Lohnanteil in diesem Sinne ausgewiesen wird. Der blosse Hinweis, "Ferienlohn inbegriffen", genügt damit nicht. Erforderlich ist, dass der Ferienlohn durch Angabe eines bestimmten Betrags oder eines Prozentsatzes als solcher erscheint und zwar sowohl im Arbeitsvertrag als auch auf den einzelnen Lohnabrechnungen.

    PayrollPlus hält sich an den Bundesgerichtsbeschluss und führt pro Mitarbeiter ein Ferienkonto. 
    Das Guthaben für den Ferienrückbehalt wird dem Mitarbeiter beim Nachweis von Ferien auf dem Stundenrapport oder nach Einsatzende von PayrollPlus ausbezahlt. 

  • 7. Ist Freelancer eine Rechtsform in der Schweiz?
     

    Im Volksmund ist ein Freelancer ein freier Mitarbeiter, der als formell selbstständig Erwerbender auf eigene Rechnung in einem Betrieb mitarbeitet und dort faktisch die Rolle eines Angestellten einnimmt. Statt Lohn erhält er ein Honorar.

    Im rechtlichen Sinn gibt es den Freelancer nicht. Es wird nur unterschieden zwischen unselbstständiger und selbstständiger Tätigkeit.

    Die Rechtsformen der Schweiz für eine Selbständigkeit finden Sie Hier

     

    Informationen zum Status Freelancer und was das heisst, finden Sie Hier

     

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