Scheinselbstständigkeit - Risiko für Unternehmen & Freelancer in der Schweiz.

Wo zieht man die Grenze zur Scheinselbstständigkeit in der Schweiz?

31.Januar 2017von: Sichtbar AdminKategorie: Scheinselbstständigkeit

Treten Sie nicht in die Falle der Scheinselbstständigkeit.

Es gibt einige Regeln und Gesetze, die Selbstständige bei ihrer Arbeit als Freelancer und Unternehmer bei ihrer Personalpolitik beachten sollten, um nicht in die Falle Scheinselbstständigkeit zu geraten.Denn dies kann schwerwiegende Folgen für die freien Mitarbeiter oder das beauftragende Unternehmen haben. Payroll Plus gibt einen Überblick über wichtige Kriterien, mögliche Folgen rund um das Thema sowie praxisnahe Tipps zur Vermeidung von Scheinselbstständigkeit.

Die Thematik Scheinselbstständigkeit in der Schweiz hat viele Facetten.

Es ist eine Thematik, die Risiken und Gefahren birgt. Für Freiberufler, die Angst haben aus Versehen als scheinselbstständig eingestuft zu werden, sodass rechtliche Konsequenzen drohen. Auch auf Unternehmensseite, den Auftraggebern, gibt es immer wieder Unsicherheit bezüglich der Einstellung und Anmeldung von Personal, beispielsweise für einen begrenzten Zeitraum. Viele Fragen können beantwortet und Fehler vermieden werden, wenn man gut und tiefgründig über das Thema Selbstständigkeit als Freiberufler sowie Personalmanagement in Unternehmen informiert ist. Payroll Plus versteht sich als zuverlässiger Partner von Freelancern und Unternehmen und offeriert eine professionelle Lösung: Ein professionelle Anstellungsmodell, bei dem Sie weiterhin selbstständig arbeiten, aber die Vorteile einer Festanstellung geniessen. Seit 1989 bietet Payroll Plus Selbstständigen und Unternehmern in der Schweiz externe, rechtssichere, moderne Anstellungs- und Abrechnungslösungen.

Woran erkennt man Scheinselbstständigkeit?

Wann genau eine Scheinselbstständigkeit vorliegt ist oftmals nicht ganz klar und die exakten Grenzen vage. Gerade für Laien ist dies schwer zu beurteilen. Aber wer als Selbständiger arbeitet und alle Kriterien einer abhängigen Beschäftigung erfüllt, wird als scheinselbständig eingestuft. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Ein Freiberufler arbeitet bei einem Unternehmen und ist in alle Arbeitsabläufe der Firma integriert – wie ein Festangestellter. Er nutzt zum Beispiel einen Computer und eine Emailadresse der Firma, kann nicht frei über seine Arbeitszeit verfügen und erledigt Aufgaben und Tätigkeiten, die auch von Festangestellten erledigt werden können. Somit ist der Freelancer kein freier Mitarbeiter, sondern ein Arbeitnehmer. Ein weiteres Indiz für das Vorliegen einer Scheinselbstständigkeit kann auch die Anzahl der Auftraggeber sein, die ein Freelancer hat. Arbeitet ein Freiberufler gesamtschweizerisch explizit beispielsweise ausschliesslich für eine Firma, liegt eine Täuschung über das tatsächliche Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis nahe.

Fazit: die Einbindung des Selbstständigen in den täglichen Arbeitsprozess im Unternehmen sowie der Grad der Weisungsbefugnis eines Arbeitgebers gegenüber dem Mitarbeiter sind die beiden zentralen Kriterien, die man im Auge behalten sollte, um die rechtliche Grenze der Scheinselbstständigkeit nicht zu überschreiten.

Weisungsgebundenheit-Scheinselbstständigkeit-Schweiz

Der Grad der Weisungsgebundenheit ist ein entscheidendes Kriterium der Scheinselbstständigkeit in der Schweiz

Scheinselbstständigkeit: Welche Strafen müssen Arbeitnehmer und Unternehmen fürchten?

„Wir suchen einen freien Mitarbeiter für unser Team!“ Bei einer solchen Jobbeschreibung ist die Scheinselbstständigkeit oft nicht weit entfernt. Als freier Mitarbeiter fester Bestandteil eines Teams zu werden? Dies ist schon in sich widersprüchlich. Unternehmen bevorzugen freie Mitarbeiter gegenüber Festangestellten, weil für sie keine Sozialabgaben, wie Versicherung oder Krankenkasse, abzuführen sind. Sie können die Mitarbeiter flexibel für bestimmte Projekte einsetzen und haben keine dauerhaften Personalkosten. Auch müssen sie nicht auf Mitarbeiter verzichten, wenn Anspruch auf Urlaub gewährt werden muss.

Fliegt eine Scheinselbstständigkeit jedoch auf kann es beide Parteien teuer zu stehen kommen und ihnen drohen rechtliche Konsequenzen. Der Auftraggeber, der dem Staat Sozial-versicherungsbeiträge schuldet, muss diese nachbezahlen. So ist das Arbeitsrecht geregelt. In schlimmsten Fällen kann das Aufdecken einer Scheinselbstständigkeit Unternehmen ruinieren und in die Insolvenz treiben. Firmen, die Mitarbeiter vorsätzlich „als frei“ anstellen und dann fest in die Betriebsabläufe miteinbinden, zum Beispiel eine Redakteurin bei einer Zeitung, machen sich in der Schweiz strafbar.

Scheinselbstständigkeit: Im Visier der Behörden.

Ob jemand selbständig tätig ist oder ein fragliches Angestelltenverhältnis, also eine sogenannte Scheinselbstständigkeit besteht, prüft die zuständige Ausgleichskasse in jedem Kanton auf Basis der konkreten Umstände im Einzelfall. Grundsätzlich ist die Problematik der Scheinselbstständigkeit branchenunabhängig. Es trifft alle Bereiche, in denen viel freiberuflich gearbeitet wird und jene, die als Selbständiger unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung arbeiten. So sind oft Mitarbeiter in der Film- und Fernsehbranche, im Journalismus aber auch Pflegekräfte in Krankenhäusern oder Honorarärzte genauso wie Versicherungsvertreter, Maler oder Mitarbeiter auf einer Baustelle, Coiffeure oder Kurierfahrer betroffen.

Momentan liefern sich die Gewerkschaft Unia und der Fahrdienstleister Uber einen Rechtsstreit. Roman Künzler, Verantwortlicher Dienstleistungen bei der Unia in der Nordwestschweiz verurteilt die Geschäftsmethodik von Uber als eine „Rückkehr des Tagelöhnertums“. Die freien Taxifahrer werden mit einem Tiefstlohn vergütet und sind nicht durch einen Arbeitgeber sozial- oder krankenversichert. Ein klassischer Fall von Scheinselbstständigkeit.

„Haarschnitt für 20 Franken“: Billige Preise bedingen Scheinselbstständigkeit.

Nicht nur bei Uber, auch andere Branchen haben mit dem Phänomen Dumpinglöhne zu kämpfen und bewegen sich am Rande der Scheinselbstständigkeit.
Auch bei den Schweizer Coiffeuren heisst es: Möglichst günstig, denn die Konkurrenz ist gross und wirbt mit attraktiven Preisen um Kunden. Eine Recherche des Tages Anzeiger´s unter dem Titel „Wildwuchs in Zürichs Coiffeur Branche“ skizziert diese Problematik. Sie legt offen, dass in Zürich alle 4 Tage ein Coiffeur Salon eröffnet. Laut Véronique Polito von der Gewerkschaft Unia herrscht ein knallharter Verdrängungskampf. Aufgrund der niedrigen Preisen sind manche Salonbetreiber von der Grauzone Scheinselbstständigkeit nicht weit entfernt: Sie vermieten ihre Coiffeur Stühle an Freelance Coiffeure.

Scheinselbststädigkeit schweizer CoiffeureScheinselbstständigkeit bei Schweizer Coiffeuren, die an Niedrigpreispolitik scheitern
Quelle Bild:
www.files.newsnetz.ch

Was müssen Freelancer in der Schweiz beachten?

Scheinselbstständigkeit: Die grosse Falle für Freelancer in der Schweiz.

Freelancer arbeiten im Auftrag für einen Kunden, sind aber nicht festangestellt. Die Freelance Tätigkeit kann unterschiedliche Gründe haben: zum einen kann es die eigene Entscheidung sein sich beispielsweise mit einer Berater-, Programmierer- oder Grafiker Firma selbstständig zu machen. Es kann aber auch durch eine Pensionierung, Mutterschaft oder das Streichen von Arbeitsplätzen in einer Firma sein, bei der man nach der Entlassung aus einer Festanstellung als freier Mitarbeiter weiter zusammenarbeitet. Den Begriff Freelancer gibt es rechtlich gesehen gar nicht. In der Schweiz unterscheidet das Gesetz lediglich zwischen unselbstständig und selbstständig.

Sie arbeiten selbstständig als Freiberufler und haben keine eigene AG, GmbH oder ein Einzelunternehmen angemeldet? In diesem Abschnitt zeigen wir auf, wie man als Freiberufler in der Schweiz maximale Rechtssicherheit hat und welche vorteilhaften Lohn- und Anstellungslösungen Payroll Plus in der gesamten Schweiz für Freelancer bietet.

Als Selbständiger trägt man alle wirtschaftlichen Risiken selber, muss sich eigenständig versichern. Die Anmeldung einer Firma bei der Ausgleichskasse ist mit Bürokratie, Zeit und Kosten verbunden. Und die Ausgleichskasse muss den Antrag auf Selbstständigkeit nicht bewilligen, sollte der Verdacht, der Antragssteller würde nur für einen Auftraggeber arbeiten, bestehen.
Alle Selbstständigen, die diesen Aufwand einer Firmengründung nicht auf sich nehmen möchten und für die KTG, UVG und BVG Fremdwörter sind oder die eine Ablehnung der Ausgleichskasse bekommen profitieren mit Payroll Plus von einer landesweit einmaligen Dienstleistung.


Externe, rechtssichere und moderne Anstellungs- und Abrechnungslösung für Freelancer in der Schweiz

Der Pluspunkt für Freelancer: Zeit für die Arbeit. Kein Papierkram und Vermeidung des Risikos Scheinselbstständigkeit.

Überhaupt erst nicht in die Ecke der Scheinselbstständigkeit zu geraten ist ganz einfach. Freelancer schliessen mit Payroll Plus einen Arbeitsvertrag ab und bleiben automatisch für Krankheit, Unfall und BVG versichert. Die Abrechnung für die AHV wird ebenfalls übernommen und der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung bleibt bestehen. Trotz Selbstständiger profitiert man von den Vorteilen eines Festangestellten. Somit haben Selbstständige Zeit für Ihre Kernkompetenz: Kunden und Aufträge suchen, Arbeit erledigen und den Rest überlasst man den Administrationsprofis von Payroll Plus. So geht alles mit rechten Dingen zu. Die Payroll Abrechnung funktioniert auch ohne die Gründung einer eigenen Firma.

Selbstständige in der Schweiz ohne eigene Firma
Einfache Abrechnung für Selbstständige in der Schweiz ohne eigene Firma

Was müssen Unternehmen in der Schweiz beachten?

Risiko Scheinselbstständigkeit: Als Firma externe Mitarbeiter sicher anstellen

Unternehmen, die freie Mitarbeiter anstellen, bewegen sich in einer arbeitsrechtlichen Grauzone. Externe Mitarbeiter kommen dann zum Einsatz, wenn in einem Unternehmen ein Personalstopp oder eine Headcount Beschränkung angeordnet ist, aber auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten oder immer dann, wenn der Aufwand und das Risiko einer festen Einstellung zu gross ist.


Externe, rechtssichere und moderne Anstellungs- und Abrechnungslösung für Schweizer Unternehmen

Mit Payroll Plus ist man als Unternehmer rechtlich abgesichert – auch bei der Auslagerung von externen Dienstleistungen. Und das ohne Aufwand und Risiko für den Arbeitgeber, kostengünstig ab CHF 2.- Marge pro Stunde. Das Unternehmen muss keinen Arbeitsvertrag mit dem Freelancer erstellen, Anmeldung für AHV, BVG oder auch Familienzulagen entfallen. Es entstehen keine Kosten bei Unfall oder Krankheit, denn die externen Mitarbeiter sind bei Payroll Plus angestellt und bekommen den Lohn direkt ausbezahlt. Sind Sie Unternehmer und arbeiten ab und zu mit Freelancern zusammen oder beschäftigen aktuell temporäres Personal? Kontaktieren Sie uns gerne für eine Payroll Offerte.

Unternehmen sicher externe Mitarbeiter einstellen

Als Unternehmen sicher externe Mitarbeiter einstellen

Scheinselbstständigkeit: Rechtliche Absicherung und keine überraschenden Anwaltskosten.

Mit Payroll Plus lagert man als Unternehmen das Arbeitgeberrisiko aus. Auch als Freelancer hat man rechtliche Sicherheit und es besteht nicht die Gefahr aus Unwissenheit in die Scheinselbstständigkeit zu geraten. So spart man teure Anwaltskosten, die einen in rechtlichen Belangen bei dem Verdacht auf Scheinselbstständigkeit beraten müssen. Payroll Plus bietet seinen Kunden ein professionelles und kostengünstiges Servicepaket mit einer Rundumabsicherung – rechtlich und finanziell.

Fazit: Payroll Plus als kompetenter Partner beim Thema Selbstständigkeit.

Als Partner von Payroll Plus profitieren Freelancer, die keine eigene AG, GmbH oder Einzelunternehmen haben sowie Unternehmen in der ganzen Schweiz, die einen Teil ihrer Mitarbeiter extern anstellen möchten von dem fundierten Fachwissen dieser profitieren möchten. So kann das Risiko der Scheinselbstständigkeit vermieden werden, denn Payroll Plus hat sich auf das Outsourcen von Mitarbeitern und Personalmanagement ohne Aufwand und Arbeitgeberrisiko spezialisiert. Ein faires Anstellungsmodell für Mitarbeiter/innen und Arbeitgeber, dass gesamtschweizerische zu unschlagbaren Tarifen und attraktiven Leistungen angeboten wird – online, schnell und einfach. Das Team von Payroll Plus berät Sie gerne. Fordern Sie Ihre Payroll Offerte an.